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Ein Zahnarzt braucht ein geschultes Auge und vielleicht auch etwas Talent

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Alexandra Beau ist Zahnärztin. Zu ihr in die Praxis kommen Patienten, die sich schönere Zähne wünschen. Wie es um das Image der ästhetischen Zahnmedizin bestellt ist, und wer in ihre Praxis nach Schwabing kommt, hat sie im ersten Teil berichtet. In diesem zweiten Teil des Interviews erzählt sie, dass Zahnärzte nicht nur kreativ sein müssen, sondern auch eine Portion Feingefühl haben sollten.
 
Erst kürzlich kam wieder eine Patientin zu Ihnen, der von einem anderen Zahnarzt zur OP geraten wurde – Machen es sich einige Ihrer Kollegen zu leicht oder ist es einfach fehlende Erfahrung oder fehlendes Fachwissen?
 
Nein, ich glaube es ist sehr häufig fehlendes Feingefühl. Einfach, dass man von den vorgegebenen Wegen, von den angestammten Behandlungstechnikern nicht abweichen will. Vielleicht fehlt es manchmal auch an Kreativität.
 
Letztendlich arbeiten wir in der Zahnmedizin zum Wohle des Patienten und nicht für uns. Und wenn ein Patient partout keine Operation will, auch wenn das der medizinisch-korrekte Weg wäre, dann kann man doch mal eine Alternative versuchen. Natürlich mit Einwilligung des Patienten und mit detaillierter Aufklärung und Hinweisen auf alle Vor-und Nachteile, die eine alternative Behandlung mit sich bringt. Der Patient wird es einem danken.
 
Nochmal zu eben beschriebenen Fall. Sie haben die Patientin nicht nur vor Schmerzen bewahrt und trotzdem eine schöne Lösung gefunden.
 
In diesem Fall ging es wirklich darum nach Alternativen zu suchen und unbedingt eine Zahnoperation zu vermeiden. Es war eine Kompromissbehandlung: Aber für die Patientin war es einfach in Abwägung des Aufwandes zum Ergebnis, die beste Lösung. Und sie ist sehr glücklich darüber.
 
Wie wir gehört haben, ästhetische Schönheitsbehandlungen setzen ein Portion Kreativität voraus.
 
Das ist eine gute Frage. Ich glaube, dass es ein geschultes Auge braucht und vielleicht auch etwas Talent. Der eine ist ein guter Bildhauer, oder Zahnformer, andere sind weniger gut. Einer hat ein Auge für Farben, der andere weniger. Ebenso verhält es sich mit dem Sinn für Ästhetik und für Proportionen.
 
Kann man das lernen?
 
Das kann schon in gewisser Weise lernen. Es gibt ja in der Kunst auch den goldenen Schnitt. Es gibt gewisse Proportionen, die eingehalten werden sollten, Größen- und Längenverhältnisse der Frontzähne, um ein ansprechendes ästhetisches Bild zu ergeben. Es gibt sogar mathematische Formeln. Aber dennoch, damit das ganze Gesicht, die Lippenkonturen und die Zähne zueinander passen, ist ästhetisches Feingefühl sicher von Vorteil.
 
Wenn beschäftigen sich schon viel länger als andere Kollegen mit ästhetischen Zahnbehandlungen.
 
Ich beschäftige mich seit dem Studium mit dem Thema zahnmedizinische Ästhetik und informiere mich seitdem regelmäßig, was sich in Amerika tut, die ja die Vorreiter in ästhetischen Zahnbehandlungen sind. Schon vor vielen Jahren habe ich auch entsprechende Vorlesungen bei amerikanischen Kollegen besucht.
 
Was hat sich im Laufe der Zeit geändert, z.B. hinsichtlich Materialien und Kosten?
 
Früher hat sich das Angebot an ästhetischen Zahnbehandlungen auf Keramikkronen und schöne Veneers beschränkt. Heute ist das Angebot an ästhetischen Behandlungstechniken und Materialien ist sehr viel größer geworden. Auch das Angebot an Zahnärzten, die mit diesen Methoden vertraut sind. Und auch die Preise sind gefallen.
 
Welche Schönheitsbehandlungen empfehlen Sie besonders gern?
 
Zum Beispiel Aligner und die Non-Prep-Veneers, bei denen man die Zähne nicht beschleifen muss. Alignertechniken, Non-Prep-Veneers und Compositumformungen haben in den letzten Jahren enorm an Umfang zugenommen.
 
Das sind minimal-invasive Behandlungen, und daher teilweise günstiger als herkömmliche Behandlungen. Die Behandlung mit Alignern ist zum Beispiel günstiger, als eine klassische, festsitzenden kieferorthopädische Behandlung mit Bändern und Brackets.
 
Vielen Dank für die Antworten.

Interview: Aline Sommer